
Reportage · Glarner Firn, Glarnerland
Drei Lifte und viel Platz
Wenig Pisten, steile Nordhänge und Pulverschnee, der tagelang liegen bleibt: am Glarner Firn mit einer Freeride-Lehrerin, die zuerst zeigt, wo man nicht fahren soll.
In Zusammenarbeit mitGlarner FirnZum Partner →8. November 2026Text Redaktion First TracksFotos Unsplash2 Min. LesezeitIm Heft · 2 Seiten →Musterbeitrag
Bevor Sandra auch nur einen Hang zeigt, gräbt sie ein Schneeprofil. Zehn Minuten kniet sie im Schnee, liest die Schichten, drückt mit der Faust, nickt. Erst dann sagt sie, wohin es heute geht. Am Glarner Firn sei das der wichtigste Teil des Tages, sagt sie. Der Pulver komme danach von selbst.
Ein Gebiet für Freerider
Der Glarner Firn hat nur drei Lifte, und das ist Absicht. Wo andernorts Pisten planiert werden, bleiben hier die Nordhänge, wie sie sind: steil, weit und nach einem Schneefall oft tagelang unverspurt. Die Freeride-Schule im Tal bietet Kurse für alle, die den Schritt neben die Piste wagen wollen, und zwar mit Lawinentraining, bevor der erste Schwung gezogen wird.
Sandra fährt seit zehn Jahren am Firn, im Winter als Lehrerin, im Frühling auf Touren. Sie hat viele Gäste kommen und wiederkommen sehen. «Die meisten wollen gleich in die steilste Rinne», sagt sie. «Am zweiten Tag verstehen sie, warum wir am ersten so viel graben.» Wer den Kurs bestanden hat, fährt am Nachmittag den langen Nordhang, und unten ist es plötzlich ganz still.
«Die meisten wollen gleich in die steilste Rinne. Am zweiten Tag verstehen sie, warum wir am ersten so viel graben.»
Gut zu wissen
- Gelände
- Steile Nordhänge, Lawinenausrüstung Pflicht
- Saison
- 13. Dezember bis 13. April
- Kurse
- Freeride-Schule mit LVS-Training im Tal
- Anreise
- Mit dem Zug ins Glarnerland, Bus zur Talstation






