
Reportage · Toggenstock, Toggenburg
Eine Stunde von Zürich
Jede Nacht frisch gespurt, über offene Hochebenen und durch stille Wälder: am Toggenstock mit dem Mann, der die Loipen zieht, während die Stadt noch schläft.
In Zusammenarbeit mitToggenstockZum Partner →10. November 2026Text Redaktion First TracksFotos Unsplash2 Min. LesezeitIm Heft · 2 Seiten →Musterbeitrag
Um vier Uhr morgens startet Ruedi das Pistenfahrzeug. Drei Stunden lang zieht er die Loipen, klassisch und skating, über die Hochebene und durch den Wald, im Licht der Scheinwerfer. Wenn um acht die ersten Langläufer aus Zürich kommen, ist die Spur so frisch, dass man das Muster der Fräse noch sieht.
Die Stille vor der Stadt
Der Toggenstock ist kein hohes Gebirge, und genau das ist sein Vorteil. Die Hochebene ist weit und offen, der Schnee bleibt lange liegen, und die Loipen führen in sanften Bögen vom Dorf bis an den Waldrand. Wer will, läuft eine kurze Runde vor der Arbeit. Wer Zeit hat, läuft den ganzen Tag und kehrt mittags in einer der Beizen am Weg ein.
Ruedi spurt seit fünfzehn Jahren, und er kennt jede Kurve. «Nach einem Schneefall fahre ich zweimal», sagt er. «Erst verdichten, dann spuren. Sonst ist die Loipe am Mittag kaputt.» Am Wochenende kommen Familien, unter der Woche die Stillen, die nur laufen wollen. Für sie zieht Ruedi seine liebste Runde: durch den Tannenwald, wo man nur den eigenen Atem hört.
«Nach einem Schneefall fahre ich zweimal. Erst verdichten, dann spuren. Sonst ist die Loipe am Mittag kaputt.»
Gut zu wissen
- Loipen
- 96 km, klassisch und skating
- Saison
- 1. Dezember bis 22. März, je nach Schnee
- Anreise
- Mit dem Zug ab Zürich in einer Stunde
- Miete
- Langlaufski und Kurse im Nordic Center






