
Reportage · Monte Lumo, Tessin
Risotto auf zweitausend Metern
Pisten, die nach Süden schauen, eine Hüttenwirtin, die um elf den Risotto aufsetzt, und Sonne bis spät am Nachmittag: ein Wintertag am Monte Lumo im Tessin.
In Zusammenarbeit mitMonte LumoZum Partner →14. November 2026Text Redaktion First TracksFotos Unsplash2 Min. LesezeitIm Heft · 2 Seiten →Musterbeitrag
Um elf Uhr setzt Giulia den Risotto auf. Die Küche der Capanna Lumo ist klein, der Topf gross, und durch das Fenster sieht sie die ersten Gäste über den Hang kommen. Am Monte Lumo kommt man nicht nur zum Skifahren. Man kommt, weil hier die Sonne länger scheint als anderswo.
Der Süden beginnt auf der Piste
Die Hänge am Monte Lumo schauen fast alle nach Süden. Am Morgen ist der Schnee griffig, am Mittag weich, und von oben sieht man an klaren Tagen weit hinunter bis zu den Seen. Die Pisten sind breit und gemütlich, ein paar steilere Varianten führen durch lichte Lärchenwälder. Wer aus dem Norden kommt, merkt schon an der Talstation, dass hier anders gelebt wird: Man grüsst auf Italienisch, und niemand hat es eilig.
Giulia führt die Capanna in dritter Generation. Ihr Grossvater hat sie gebaut, ihre Mutter hat die Terrasse vergrössert, und sie selbst hat am Risotto nichts geändert. Safran, Butter, ein Glas Merlot aus dem Tal. Am Nachmittag, wenn die Sonne über den Grat wandert, rücken die Gäste die Liegestühle nach, bis der Schatten sie einholt.
«Am Risotto habe ich nichts geändert. Die Gäste kommen wegen der Sonne, und sie bleiben wegen des Risottos.»
Gut zu wissen
- Pisten
- 62 km, fast alle nach Süden
- Saison
- 13. Dezember bis 6. April
- Anreise
- Durch den Gotthard, dann Bus bis zur Talstation
- Für wen
- Geniesser, Familien und alle, die Sonne suchen






