
Reportage · Piz Selva, Surselva
Vier Dörfer, ein Berg
Von 3000 Metern bis an den jungen Rhein, ohne zweimal dieselbe Piste: ein Tag am Piz Selva mit einer Pistenpatrouilleurin, die das Gebiet seit zwanzig Wintern kennt.
In Zusammenarbeit mitPiz SelvaZum Partner →18. November 2026Text Redaktion First TracksFotos Unsplash2 Min. LesezeitIm Heft · 2 Seiten →Musterbeitrag
Um halb acht fährt Corina mit der ersten Gondel hinauf, allein mit dem Pistenbericht und einer Thermoskanne. Wenn die Gäste kommen, hat sie die Absperrungen gesetzt, die Hänge abgefahren und weiss, wo der Schnee heute am besten ist. Seit zwanzig Wintern macht sie das am Piz Selva, und sie sagt, das Gebiet sei so gross, dass sie immer noch Neues finde.
Ein Gebiet so weit wie das Tal
Der Piz Selva verbindet vier Dörfer der Surselva zu einem einzigen Skigebiet. Oben am Gipfel liegt ein weites Plateau mit Gletscherblick, darunter fächern sich die Abfahrten in alle Richtungen auf, durch Arvenwälder und über offene Alpweiden bis hinunter an den Rhein. «Wer hier am Morgen in einem Dorf startet, kann am Abend in einem anderen ankommen», sagt Corina. «Das Postauto bringt einen zurück.»
Ihr liebster Teil ist die lange Abfahrt nach Norden, die erst spät am Vormittag Sonne bekommt. Dort bleibt der Schnee pulvrig, wenn auf der Südseite schon Sulz liegt. Am Mittag sitzt sie in einer kleinen Hütte am Steilhang, die nur Einheimische auf dem Zettel haben, und isst Capuns. Danach fährt sie die Hänge noch einmal ab, bevor der Nachmittag die Spuren zusammenschiebt.
«Ich fahre hier seit zwanzig Wintern. Und immer noch finde ich einen Hang, den ich noch nicht kannte.»
Gut zu wissen
- Pisten
- 224 km, vier Dörfer verbunden
- Saison
- 29. November bis 19. April
- Anreise
- Mit dem Zug ins Tal, Postauto zu jeder Talstation
- Für wen
- Alle, die einen ganzen Tag fahren wollen






