
Reportage · Val d'Argent, Unterwallis
Wo der Lift aufhört
Ein paar Lifte, ein Gletscher und Hänge, die man sich mit Fellen verdient: unterwegs mit einem Bergführer im Val d'Argent, wo der Winter erst nach der Bergstation anfängt.
In Zusammenarbeit mitVal d'ArgentZum Partner →16. November 2026Text Redaktion First TracksFotos Unsplash2 Min. LesezeitIm Heft · 2 Seiten →Musterbeitrag
Von der Bergstation sind es noch vierhundert Höhenmeter bis zum Sattel. Luc zieht die Felle auf, kontrolliert bei allen das Lawinenverschüttetensuchgerät und läuft los, ohne viel zu sagen. Nach einer Stunde stehen wir oben, vor uns ein Gletscher, auf dem an diesem Morgen noch niemand war.
Klein, steil und ehrlich
Val d'Argent hat sich nie bemüht, gross zu werden. Ein paar Lifte bringen auf den Gletscher, ein paar Pisten führen zurück ins Dorf, und der Rest des Tals gehört denen, die aufsteigen. Das Bureau des Guides hat zwölf Bergführer, die meisten aus Familien, die seit Generationen hier führen. Luc ist einer von ihnen. «Wir zeigen den Leuten den Berg», sagt er, «nicht nur den Weg hinunter.»
Die Abfahrt über den Gletscher ist weit und weich, Luc fährt voraus und hält an jeder Kante an. Weiter unten führt sie durch einen Wald aus alten Tannen, in dem der Schnee tief und still liegt. Am Nachmittag sitzen wir im Dorf auf einer Bank in der Sonne, die Ski an der Wand, und schauen hinauf zu der Linie, die wir gezogen haben.
«Wir zeigen den Leuten den Berg, nicht nur den Weg hinunter.»
Gut zu wissen
- Gletscher
- Bis 3330 m, nur mit Bergführer
- Saison
- 6. Dezember bis 3. Mai
- Ausrüstung
- Tourenski und LVS im Bureau des Guides zu mieten
- Für wen
- Sichere Skifahrer, Erfahrung im Gelände hilft






